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17.12.2014

Das weiße, rote und grüne Fest

Warum Weihnachten durch drei Farben symbolisiert wird

Grüne Tannenzweige mit einem Zuckerguss aus weißem Schnee und dazu rot verpackte Geschenke: In Prospekten und Schaufensterdekorationen gehören die drei Farben Grün, Weiß und Rot unbedingt zu Weihnachten. Doch weitab von Werbung und Kommerz haben sie eine uralte symbolische Bedeutung und führen auf den eigentlichen Anlass des Festes zurück: die Geburt Jesu Christi.

Tannengrün, Schnee und rote Kerzen: So sieht heute das klischeehafte Bild der Weihnachtszeit aus. Foto: Rina H., Photocase.com
Kranz im Schnee. Foto: Rina H. , Photocase.com

Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Lebens: Wer auf einen "grünen Zweig” kommt, ist erfolgreich in dem, was er tut. Ein grüner Baum steht für Wachstum und Fruchtbarkeit. Mit einem Tannenzweig – und natürlich auch mit dem Christbaum – holen die Menschen diese Hoffnung in ihr Haus. Heute sind es vor allem die klassischen Nadelbäume wie Fichte, Tanne und Kiefer, doch bereits in vorchristlicher Zeit waren die Zweige und Blätter immergrüner Bäume und Sträucher wie Buchsbaum, Eibe, Mistel, Wacholder oder Efeu in den kalten Wintermonaten Symbole der Hoffnung auf die baldige Rückkehr des Lebens.

Der grüne Christbaum hat seinen Ursprung in den Paradiesspielen, die im Mittelalter den weihnachtlichen Krippenspielen vorausgingen und in denen der Sündenfall und die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies dargestellt wurden. Zentrales Element hierbei war der sogenannte Paradiesbaum, der mit einem vorzugsweise roten Apfel als Symbol für die Sünde behängt war. Aus diesem Paradiesbaum entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte der Christbaum. Der Bezug zu seinem Ursprung ist schließlich verloren gegangen. Verbreitet hat er sich in Europa ab dem 16. Jahrhundert.

Silber und Gold sind bereits mit den Paradiesbäumen als Weihnachtsfarben hinzugekommen. Foto: VICUSCHKA, Photocase.com
Weihnachtsbaum. Foto: VICUSCHKA, Photocase.com

Neben dem Grün als Symbol der Hoffnung gehört auch die Farbe Rot zu Weihnachten. Dass sie für die Sünde stehen kann, ist ja bereits angeklungen. Rot ist natürlich auch die Farbe des Blutes und steht in der christlichen Farbsymbolik für das Leiden und Sterben Jesu Christi. Rot und Grün als weihnachtliche Farben vereinen also bereits Geburt und Tod Christi. Diese Einheit findet sich in manchen Christuslegenden wieder, in denen davon die Rede ist, die Krippe und das Kreuz seien aus einem Stück Holz gefertigt worden.

"Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden”, heißt es beim Propheten Jesaja. Hier ist sowohl das Rot der Sünde erwähnt, als auch die Farbe Weiß, mit der die Reinheit wiederhergestellt wird. Ein Symboltier für Jesus, der sich für die Sünden der Menschheit geopfert hat, ist das weiße Unschuldslamm. Weiß tragen katholische Geistliche bei den Gottesdiensten an Weihnachten und an Ostern.

Nicht fehlen dürfen heute in der klassischen Weihnachtsdekoration die Farben Gold und Silber, etwa in Gestalt von Lametta oder von goldenem Christbaumschmuck. Solch glitzernder Schmuck war zwar bereits bei den frühen Paradiesbäumen bekannt – eine tiefere Weihnachts-Symbolik ist für diese Farben jedoch nicht überliefert. (ud)