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21.04.2004

Farben in der Wohnung sind Ausdruck der Persönlichkeit

Eine gezielte Farbgestaltung kann Räume größer oder kleiner erscheinen lassen und bestimmte Stimmungen erzeugen

Ein individueller Wohnstil ist Teil der Persönlichkeit. Doch zum eigenen Stil gehören nicht nur besondere Möbel, originelle Teppiche oder extravagante Designer-Leuchten. Auch eine farblich individuelle Wandgestaltung schafft oder unterstreicht die gewünschte Atmosphäre. Mit Mustern und Strukturen, Wisch-, Wickel- oder Tupftechniken lassen sich zudem interessante Akzente setzen.

Das Sehen und Beurteilen von Farben ist sehr subjektiv – nicht jeder hat die gleichen Lieblingsfarben. Trotzdem gibt es allgemeingültige Übereinstimmungen im Farbempfinden, die alle Menschen gemeinsam haben. Das ermöglicht es, bei der Gestaltung eine gewünschte Stimmung zu erreichen. Blau etwa beruhigt und regt das rationale Denken an, Gelb ist heiter, lebendig und fördert die Kreativität, Grün entspannt und Rot wirkt warm und erzeugt Aktivität.

Bei der Kombination sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Neben der Grundfarbe können zusätzliche Farben weitere Impulse geben. Durch den gleichzeitigen Einsatz von Farben, die sich im Farbkreis gegenüber liegen, entstehen starke Kontraste, die fröhlich und kraftvoll wirken. Durch gegensätzliche Farben lässt sich außerdem der Wirkung einer Hauptfarbe entgegenwirken. Farben, die der Hauptfarbe eines Raumes ähneln, unterstreichen dagegen deren Effekte. Solche Ton-in-Ton-Kombinationen benachbarter Töne beruhigen eher, werden aber auch schnell langweilig.

Warme Farben wie Braun, Beige, Gelb, Orange und Rot machen ein Zimmer behaglich. Grüne und sandfarbene Töne erzeugen eine frische, natürliche Stimmung. Originell und dynamisch wird ein Raum dagegen durch eine unübliche, einfallsreiche Farbgebung mit deutlichen Kontrasten. Für eine elegante Atmosphäre sind starke Farbkontraste jedoch nicht zu empfehlen. Elegant wirken Grau- und Beigetöne, Ton-in-Ton-Kombinationen und edle Hölzer. Ein sachlicher Eindruck lässt sich durch zurückhaltende, kühle und gedämpfte Farben erzielen, zum Beispiel durch helles Blau, Grau und Weiß.

Bei der Farbgestaltung macht es zudem Sinn, die Funktion eines Raumes zu beachten. So soll der Flur zum Beispiel einladend wirken, was durch gedeckte, warme Farben gelingt. Der Wohnbereich soll zum Wohlfühlen anregen, wozu harmonische Ton-in-Ton-Gestaltungen beitragen, während im Schlafzimmer Ruhe und Entspannung an erste Stelle stehen, was zum Beispiel durch Blautöne und zurückhaltende, zarte Farben erreicht werden kann. In einem Kinderzimmer können lebendige Farben anregend wirken. In der Küche wiederum kommt es ganz darauf an, ob sie nur zum Kochen genutzt wird, oder ob dort auch gegessen, entspannt und gewohnt wird.

In erster Linie unterliegt die Farbwahl dem persönlichen Geschmack und der Stimmung, die für ein Zimmer gewünscht wird. Doch mithilfe von Farben können auch die Proportionen eines Raumes optisch beeinflusst werden. So lassen helle Töne einen Raum optisch größer erscheinen, während dunkle ihn eher verkleinern. Helle, lichte Farbtöne vermitteln Weite, machen luftig und frisch, so dass selbst enge und kleine Zimmer in hellen Farben größer wirken. Besonders gut eignen sich hellere Blautöne, um einen Eindruck von Weite zu schaffen. Da Blau die Farbe des Denkens und der Rationalität ist, gibt ein hellblaues Zimmer nicht nur der Optik, sondern auch dem Denken Raum. Die Farbe eignet sich daher besonders gut für den Arbeitsraum. Da Gelb die Kreativität fördert, stellt die warme Farbe die optimale Ergänzung für produktives Arbeiten dar.

Während dunkle Decken einen Raum erdrücken, erweitert eine helle Decke ihn optisch nach oben. Da ein dunkler Fußboden aber umgekehrt einen Raum höher erscheinen lässt, macht sich ein Helligkeitsgefälle von der Decke zum Boden besonders gut. Nach oben hin eigenen sich daher leichte, nach unten hin sattere Farben.

Auf jeden Fall muss der Auswahl der Farben ausreichend Zeit eingeräumt werden. Es lohnt sich, die Töne auf sich wirken zu lassen, sie zu spüren und sich mit ihnen vertraut zu machen. Wichtig ist es, dabei die Lichtverhältnisse zu berücksichtigen: Am besten ist, die Farben werden in dem Raum ausgewählt, in dem sie später auch wirken sollen. Empfehlenswert ist es außerdem, sie an unterschiedlichen Stellen im Raum zu betrachten.

Auch Gegenstände wie Möbel, Gardinen, Tischdecken, Bilder, Lampen oder Kissen sollten in das Farbkonzept mit einbezogen werden. Mit solchen Accessoires lassen sich schöne Kontraste und Akzente setzen, die die Wunschatmosphäre entscheidend unterstreichen können. Der Fantasie sind bei der farblichen Gestaltung der eigenen vier Wände keine Grenzen gesetzt. Und etwas Mut zur Farbe wird durch ein Zuhause belohnt, in dem Wohlfühlen ganz selbstverständlich ist.