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07.11.2003

Hinweis zur Aktualität

Die Inhalte dieses Artikels von 2003 sind stellenweise überholt.
Aktuelle Informationen zum Farbplanungssystem finden Sie unter www.brillux.de/scala.
 

Farbsystem Brillux Scala

Das praxisorientierte System des Farbenherstellers verbindet Farbmetrik mit Aspekten der Wahrnehmung

Das vom Lack- und Farbhersteller Brillux entwickelte Farbsystem "Brillux Scala" ist ein sehr praxisorientiertes System. Es soll Architekten und Innenarchitekten, Designer und Farbberater bei der Planung und Realisierung ihrer Farbgestaltungskonzepte unterstützen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Farbsystemen berücksichtigt Scala sowohl farbmetrische Aspekte als auch empfindungsgemäße Farbeindrücke.

Der Scala Farbkreis mit 32 Farbtonfamilien
Der Scala Farbkreis ist Ausgangspunkt für den Aufbau von Brillux Scala. Seine 32 Farbtöne decken das gesamte Farbspektrum ab und definieren jeweils genau eine Farbtonfamilie.
Für jedes Einsatzgebiet die richtigen Werkzeuge
Komplexe Gestaltungsaufgaben oder übersichtliche Objekte – für jedes Einsatzgebiet bieten die Scala Arbeitsmittel die richtigen Werkzeuge.

Es gibt prinzipiell zwei verschiedene Herangehensweisen, Farben in einem System zu ordnen – abgesehen davon, dass ein Farbsystem entweder auf additiver oder auf subtraktiver Farbmischung beruht: Bei Farbsystemen wie zum Beispiel dem Natural Color System (NCS) basiert die Ordnung der Farben ausschließlich auf visuellen, empfindungsgemäßen Kriterien. Andererseits kann ein System streng wissenschaftlich aufgebaut sein und die internationalen Normen der Farbmetrik heranziehen. Dies ist beispielsweise beim RAL Design System der Fall.

Brillux Scala vereint beide Ansätze und verbindet damit die Vorteile der wahrnehmungsbezogenen Aspekte mit denen der metrischen. Die Ordnung der Farben fußt hier auf metrischen Grundlagen, wird jedoch wahrnehmungsbezogen modifiziert. So erreicht die Farbtonverteilung durch die empfindungsgemäße Ergänzung eine größtmögliche Gleichmäßigkeit. Darin liegt ein wichtiger Unterschied zu anderen Systemen: Der Scala-Farbraum entwickelt sich gleichmäßig über sämtliche Spektralbereiche. Das bringt den hohen Praxisnutzen und vereinfacht die Farbgestaltung.

Die Entwickler von Brillux Scala verglichen einige moderne Farbsysteme, analysierten und bewerteten diese kritisch, darunter Munsell, das NCS und das bei Designern gebräuchliche RAL Design System. Daraus entstand ein völlig neuer Farbraum mit insgesamt 1.364 Farben. Grundsätzlich sind die Farben – wie bei anderen Farbsystemen auch – nach ihren Grundeigenschaften Farbton, Sättigung und Helligkeit sortiert. Basierend auf einem Farbenkreis mit 32 Farbtönen, die das gesamte Farbspektrum abdecken, entstehen 32 Farbtonfamilien, in denen jeweils Farbtöne zusammengefasst sind, die der gleichen Grundfarbe entstammen. Jeder Farbton ist horizontal nach der Sättigung und vertikal nach der Helligkeit weiter aufgeteilt.

Vielfach ausgezeichnet: das Farbsystem Brillux Scala

Der if design award 2002
Der if design award 2002
Der COREDESIGN Award 2002
Der COREDESIGN Award 2002
Designpreis der BRD 2002 Anerkennung ...
Designpreis der BRD 2002 Anerkennung ...
... verliehen durch den damaligen Bundespräsidenten Rau
... verliehen durch den damaligen Bundespräsidenten Rau

Ein entscheidender Vorteil für die Praxis ist, dass Brillux Scala außerdem berücksichtigt, welche Farbtöne gestalterisch wichtiger sind und welche eher seltener verwendet werden. Dazu verdichtet das Brillux-System beispielsweise Töne wie Rot und Grün auf wenige praxisgerechte Farben, während es häufig genutzte Farben wie etwa Blau oder Gelb um entscheidende Farbtöne erweitert. So sind gestalterisch wichtige Farbtonfamilien in einem außergewöhnlichen Umfang verfügbar.

Brillux Scala ermöglicht dem Anwender zudem eine einfache Umrechnung in die gängigen Systeme. Sämtliche RAL-classic-Töne sind im Scala-Farbraum ebenso enthalten wie andere klassisch-historischen Farbtöne. Ein Farbatlas hilft bei der Bestimmung entsprechender Farbcodes im NCS und im RAL Design System. Durch diese schnelle und einfache Codierung wird die Farbgestaltung auf der Basis unterschiedlicher Systeme weitgehend vereinfacht.