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09.05.2007

Farbtonfinder statt Farbkarte

Gerät im Westentaschenformat soll dem Praktiker das Auffinden des richtigen Farbtons erleichtern

Farbkarten, Augenmaß und viel Erfahrung: So bestimmen Maler, Farbgestalter oder Architekten bisher meist die Farbtöne, die sie bei ihren Kunden vorfinden und die es bei der Neugestaltung von Wohn- oder Geschäftsräumen möglichst exakt wieder zu treffen gilt. Doch ausgefeilte Messtechnik hat inzwischen einen kleinen elektronischen Helfer ermöglicht, der diese Arbeit erleichtert: "Pablo" heißt ein neuer Farbtonfinder, der nur etwa so groß ist wie ein Handy und zum jeweils gemessenen Farbton den in vier gängigen Farbsystemen am nächsten liegenden Referenzfarbton liefert.

Mit dem 'Pablo 1530' können Maler und Architekten in Sekunden den richtigen Farbton in gängigen Farbsystemen wie dem Brillux 'Scala' auffinden.
Pablo 1530

Das Gerät arbeitet denkbar einfach: Nach dem Einschalten kalibriert es sich von selbst und wird dann auf die zu messende Farbfläche gehalten. Wird der Auslöser betätigt, erscheinen im Display die Daten des jeweils nächsten Farbtons im gewählten Farbsystem. Zur Auswahl stehen RAL, RAL Design, NCS und das stark an der Praxis von Malern orientierte Farbsystem Brillux Scala.

Eine Anzeige auf dem Display gibt bei jeder Messung an, wie groß die Abweichung des gemessenen Werts vom Farbwert des gewählten Farbsystems ist. Drei Balken bedeuten dabei maximale Übereinstimmung, während ein Balken auf eine bereits deutlich wahrnehmbare Abweichung hinweist. Ist diese Abweichung zu groß oder wird überhaupt kein passender Farbton gefunden, so kann das Gerät auch gleichzeitig in allen vier Farbsystemen nach Farbtönen suchen. Damit stehen insgesamt rund 5.000 Farbtöne zur Verfügung, sodass der gesamte Farbraum gut abgedeckt werden kann.

Das Gerät ist also kein eigenständiges Farbmessgerät, das eine Rezeptierung und exakte Nachstellung der Farbvorlage vornimmt, sondern ein System zum Auffinden der passenden Farbtöne in den gewählten Farbsystemen. Der Vorteil für den Praktiker ist, dass er nicht mehr eine große Menge Farbkarten zum Kunden mitbringen muss und die Wahl des richtigen Farbtons sehr viel schneller und präziser erfolgen kann.

Optimal funktioniert die Messung, wenn der Untergrund glatt, trocken, einfarbig, sauber und matt ist. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass das Gerät auch auf anderen Vorlagen wie Textilien oder leicht strukturierten Flächen genutzt werden kann. Praktiker empfehlen, bei solchen Untergründen den gefundenen Farbton anhand der Originalfarbkarte nochmals zu überprüfen.

Technisch möglich wird der Farbtonfinder im Westentaschenformat durch Leuchtdioden (LEDs), die sich auf kleinstem Raum unterbringen lassen und wenig Energie der Batterien benötigen. Die LEDs senden Licht aus, das über eine Optik auf die zu vermessende Farbfläche fällt. Photodioden setzen das reflektierte Licht dann um in Werte nach dem Farbsystem CIELab. Anhand einer integrierten Datenbank erfolgt dann der Abgleich mit den hinterlegten Werten der entsprechenden Farbsysteme. (ud)

Weitere Informationen

Weitere Informationen über Pablo finden Sie auf der Brillux Internetseite.

Hinweis: Seit Erscheinen dieses Artikels ist das Gerät in einer neuen Version erhältlich. Mehr erfahren Sie in einem weiteren Artikel.