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16.03.2016

George Clooneys Gen

Wissenschaftler entdecken für graue Haare verantwortliche Erbinformation

Richard Gere könnte einer seiner prominentesten Träger sein, ebenso George Clooney und – glaubt man einschlägigen Berichten der Boulevard-Presse – auch Brad Pitt. Die Rede ist von einem Gen, das britische Forscher nun entdeckt haben. Es ist entscheidend dafür verantwortlich, dass jemand graue Haare bekommt. Die Entdeckung könnte einmal dazu beitragen, ein Mittel gegen die Ergrauung zu finden.

Viele Frauen lieben Männer wie George Clooney trotz seiner grauen Haare – oder gerade wegen dieser? Foto: Ed Van-West Garcia, CC-Lizenz via Flickr.com
George Clooney, Foto: Ed Van-West Garcia, CC-Lizenz

Graue Haare gelten bei Männern zwar nicht unbedingt als Makel – im Gegenteil. Doch als Zeichen ewiger Jugend taugen sie auch nicht gerade, weshalb es nicht nur für die Kosmetikindustrie interessant ist, was genau Haare grau werden lässt. Bekannt ist, dass graue Haare entstehen, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, ausreichende Mengen Melanin zu produzieren. Melanine sind die Pigmente, auf die die Färbung der Haut, der Augen oder eben der Haare zurückgeht.

Stellen die Zellen, die während des Wachstums des Haares dort Pigmente einlagern, ihre Arbeit ein, werden die Haare weiß. Graue Haare gibt es daher strenggenommen gar nicht. Lediglich die Mischung aus pigmentiertem und weißem Haar führt zum Eindruck grauer Haare. Berühmt-berüchtigt ist auch der sogenannte Salz-und-Pfeffer-Look – eine Mischung aus weiß-grauem und braunem Haar.

Der Salz-und-Pfeffer-Look tritt vor allem bei Menschen mit braunen Haaren auf. Foto: ina.mija, Photocase.com
Salz-und-Pfeffer-Look. Foto: ina.mija, Photocase.com

"Wir haben die erste genetische Ursache für graues Haar entdeckt, was auch ein gutes Modell ist, um die Alterungsprozesse beim Menschen zu verstehen", erklärt Ruiz-Linares. Mit diesem Wissen könnten einmal Wirkstoffe entwickelt werden, mit denen sich das Ergrauen der Haare bremsen ließe. Auch könnte es Forensikern helfen, aus am Tatort zurückgelassenen DNA-Spuren auf das Aussehen des Täters zu schließen.

Die Forscher stießen auf IRF4, als sie Erbgutanalysen von mehr als 6.000 Menschen aus Lateinamerika auswerteten. Den Probanden aus Brasilien, Kolumbien, Chile, Mexiko und Peru war nicht nur Erbmaterial entnommen worden, sondern es wurde auch die Form und Farbe von Kopf- und Barthaaren sowie der Augenbrauen untersucht. Dabei entdeckten die Forscher neben IRF4 auch das Gen PRSS53, das die Kräuselung der Haare bestimmt, sowie Gene, die Einfluss auf die Dicke der Augenbrauen und die Stärke von Barthaaren haben. (ud)