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Glossar

Ob "autonome Farbe" oder "monochromatisch" – viele Begriffe aus dem Themenbereich Farbe sind einfach nicht Teil der Alltagssprache. Um das Verständnis für einige wichtige Bezeichnungen zu erleichtern, finden Sie diese im Glossar erläutert.

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Latexfarbe

Im täglichen Sprachgebrauch verwendeter Ausdruck für Kunststoffdispersionsfarben mit besonders strapazierfähiger Oberfläche und unterschiedlichem Glanz. Dieser Begriff ist nicht definiert und gibt keine Auskunft über das Bindemittel oder die Qualitätseigenschaften.

 
Leimfarbe

Anstrichstoff mit Leim als wasserlöslichem Bindemittel, der seine Löslichkeit im Wasser nach dem Trocknen nicht verliert. Der Anstrich bleibt also empfindlich gegen Nässe und Feuchtigkeit und kann durch Abwaschen entfernt werden.

 
Licht

Licht ist elektromagnetische Strahlung, ein Teil des elektromagnetischen Wellenbandes. Die Wellen werden vom menschlichen Auge in einem Wellenlängenbereich von etwa 400 bis 800 Nanometer wahrgenommen. Weißes Licht läßt sich verschieden Farben zerlegen.

 
Lichtbeständigkeit

Ist definiert als die Widerstandsfähigkeit von Anstrichen gegen Veränderungen, die durch Einwirkung von Globalstrahlung in Anwesenheit von Feuchtigkeit bedingt sind.

 
Lichtechtheit

Kennzeichnet die Beständigkeit von Färbungen und Drucken gegen den Einfluss von Licht. Die Prüfung erfolgt zum Beispiel mit einem Xenotestgerät, bei dem die Lichtechtheit mit der Typfärbung auf Wolle verglichen wird. Die Skala umfasst 8 Noten, von denen die Höchstnote 8 jedoch nur theoretische Bedeutung hat.

 
Lichtfarben

Als Lichtfarben werden selbst leuchtende Farben bezeichnet. Bei farbigen Glühlampen oder der Sonne handelt es sich zum Beispiel um Selbsteuchter, von denen die Strahlung unmittelbar ins Auge gelangen kann.

 
Lichtsinneszelle

Siehe Photorezeptorzelle.

 
Lightness

Lightness wird auch Value genannt und bezeichnet die Helligkeit eines Farbtons. Sie beschreibt den Lichtreflexionsgrad und damit die Stärke der Lichtwirkung einer Farbe. Die spezifische Helligkeit oder Dunkelheit ist quantitativ messbar in Relation zu einer neutralen Graureihe vom absoluten Weiß zum absoluten Schwarz (siehe auch Hellbezugswert).

 
Lokalfarbe

Die Lokalfarbe, auch Eigenfarbe oder auch Gegenstandsfarbe genannt, ist die tatsächliche oder natürliche Farbe eines Gegenstandes ohne die Wirkung von Licht oder Schatten. Eine durch Lichteinfall veränderte Lokalfarbe wird Erscheinungsfarbe genannt. In der naturalistischen Malerei werden Gegenstände praktisch ausschließlich in ihren Lokalfarben abgebildet, beispielsweise der Himmel in Blau und Gras in Grün.

 
Lösemittel

Flüssigkeit mit lösenden Eigenschaften, früher auch als "Lösungsmittel" bezeichnet. Im Sinne von DIN 55945 ist ein Lösemittel eine aus einer oder mehreren Komponenten bestehende Flüssigkeit, die Bindemittel ohne chemische Umsetzung in Lösung zu bringen vermag. Lösemittel dieser Art müssen unter den jeweiligen Bedingungen der Filmbildung flüchtig sein.

 
Lumineszenz

Oberbegriff für Fluoreszenz und Phosphoreszenz. Bei der Lumineszenz entsteht Licht ohne Wärmeenergie. Ein Elektron im Grundzustand absorbiert Energie und wird dadurch innerhalb seines Atoms oder Moleküls auf ein höheres Energieniveau angehoben. Fällt das angeregte Elektron in seinen Grundzustand zurück, wird die ursprünglich aufgenommene Energie als Licht emittiert.

 
Lüscher-Test

Der farbpsychologische Persönlichkeitstest des Schweizer Psychologen Max Lüscher wurde seit 1947 in 29 Sprachen übersetzt und wird weltweit zu Persönlichkeitsanalyse eingesetzt. Der Test soll neben dem seelisch-körperlichen Zustand des Menschen seine Belastbarkeit, seine Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit messen und Ursachen seelischer Belastungen aufdecken, die zu körperlichen Beschwerden führen können.

Allgemein versuchen Farbtests, die Psyche anhand farblicher Vorlieben und Ablehnungen einzuschätzen. Ein ganz simpler Vierfarbtest verlangt dazu lediglich, die Farben Rot, Blau, Gelb und Grün in eine Reihenfolge nach Gefallen zu bringen. Mit dieser Sortierung soll eine Testperson auch unbewusste Ansichten nach außen projizieren. Auf diesem einfachen Prinzip basiert auch der Lüscher-Test.

 
Metamerie

MetamerieUnter Metamerie der Farbe versteht man die Eigenschaft zweier Farben, bei einer bestimmten Lichtart gleich auszusehen, und bei einer anderen Lichtquelle Farbtonunterschiede zu zeigen. Häufig tritt dieser Effekt beispielsweise beim Wechsel von künstlichem Licht ins Tageslicht auf. So kann ein Farbenpaar, das bei einem bestimmten Kunstlicht farbidentisch erscheint, bei Tageslicht vernehmliche Farbtonabweichungen zeigen und umgekehrt.

Die Metamerie ist von der Art und Beschaffenheit der eingesetzten Pigmente abhängig. Kompliziertere Farbmischungen, beispielsweise mit den Komplementärfarben, neigen eher zu Metamerie als anspruchslose Abtönungen.

 

 
mittel getönt

Die Bezeichnung "mittel getönt" ist ein Ausdruck des subtraktiven Farbmischens. Er gibt an, wie sehr sich der betreffende Farbton von der ursprünglich kräftigen Pigmentfarbe entfernt hat, entweder durch Aufhellen oder Verhüllen. Der Begriff bezeichnet das Ausmaß der Urfarbe in einem Beschichtungsstoff, ob in Lack-, Dispersions- und Silikatfarben oder in den verschiedenen Putzbeschichtungen.

 
Monochromat

Lebewesen, das nur eine Art von Farbrezeptoren in der Netzhaut hat. Die meisten Wale und Robben besitzen nur einen Zapfentyp, der im grünen Bereich des Spektrums absorbiert.

 
monochromatisch

Licht nur einer einzigen Wellenlänge. Laserlicht beispielsweise ist monochromatisch.

 
Nachleuchtfarben

Nachleuchtfarben leuchten nur nach vorheriger Belichtung durch Tages- oder Kunstlicht, aber auch durch ultraviolettes Licht nach. Die Pigmente haben phosphoreszierende Eigenschaften. Das Nachleuchtvermögen liegt im Minuten- bis Stundenbereich und ist von Art und Farbton des eingesetzten Pigments abhängig. Nachleuchtfarben dienen der Werks- und Verkehrssicherheit.

 
Naturharzlacke

Naturharzlacke sind Anstrichmittel auf der Basis von Naturrohstoffen, obwohl sie auch teilweise chemisch aufbereitet werden. Produkte dieser Art sollten in der Anwendung unbedenklich sein.

 
NCS – Natural Colour System

Schwedisches Farbsystem, das die einfache Bestimmung von Farben ermöglicht. Grundlage des Konzeptes ist die Opponententheorie des Physiologen Ewald Hering.

siehe auch:

Farbsystem auf der Basis menschlicher Wahrnehmung ...

 
Neonfarben

Neonfarben ist der umgangssprachliche Gebrauch für Tagesleuchtfarben.

 
Netzhaut

Siehe Retina.

 
Newton, Isaak

Britischer Philosoph, Physiker, Mathematiker und Mediziner, geboren am 4. Januar 1643 in Woolsthorpe, gestorben am 31. März 1727 in Kensington. Newton zerlegte das Tageslicht durch ein Prisma in seine einzelnen Farben und ordnete diese in einem Farbenkreis aus sieben Farben an: Rot, Orange, Gelb, Grün, Cyanblau, Indigo und Violett. Sein Ansatz der Systematisierung war additiv.

 
Ölfarben und Öllacke

Ölfarben auf Basis von Leinölfirnis werden als Bautenfarben heute kaum noch verwendet. Die auf Lein- oder Mohnöl basierenden Künstlerölfarben haben nach wie vor eine große Bedeutung für künstlerische Malereien, wo höchste Ansprüche in Bezug auf Leuchtkraft, Färbevermögen und Lichtechtheit gestellt werden. Langsam trocknenden Öllacke sind Lösungen von Natur- oder Kunstharzen in fetten Ölen. Als Naturharze dienen oder dienten unter anderem Bernstein, Kopale, Dammar und Harzester. Das Kunstharz besteht aus modifiziertem Phenol oder Alkyd. Die Trocknung ist chemisch oxidativ, das heißt sie ist abschließend irreversibel. Öllackkombinationen werden als preisgünstige Bautenlacke eingesetzt.

 
Opsin

Eiweißkomponente des Sehpigments der Wirbeltiere. Das Opsin ist der Bestandteil der Sehpigments, der entscheidet, in welchem Bereich des Lichtspektrums der Sehfarbstoff besonders gut absorbiert.

 
Optische Mischung

Das menschliche Auge unterscheidet Objekte nur bis zu einer gewissen Größe als Einzelobjekte. Werden die Körper oder auch Farbflächen zu klein, zieht das Auge sie zusammen. Diesen Umstand macht man sich beispielsweise beim Plakatdruck zunutze. Die drei Grundfarben (Cyan, Magenta, Gelb) und Schwarz reichen aus, um das gesamte Spektrum abzubilden. Hierbei werden die Farben nicht tatsächlich gemischt, sondern pointilistisch nebeneinander gedruckt - vom Auge jedoch als Mischung empfunden. Wird das Plakat aus nächster Nähe betrachtet löst sich jede Bildfläche in die vier Farben auf.

 

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