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Glossar

Ob "autonome Farbe" oder "monochromatisch" – viele Begriffe aus dem Themenbereich Farbe sind einfach nicht Teil der Alltagssprache. Um das Verständnis für einige wichtige Bezeichnungen zu erleichtern, finden Sie diese im Glossar erläutert.

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satt getönt

Die Bezeichnung "satt getönt" ist ein Ausdruck des subtraktiven Farbmischens. Er gibt an, wie stark die ursprünglich kräftige Farbe des Pigments in einem Farbton enthalten ist. Der Begriff bezeichnet das Ausmaß der Urfarbe in einem Beschichtungsstoff, ob in Lack-, Dispersions- und Silikatfarben oder in den verschiedenen Putzbeschichtungen.

 
Sättigung

Die Sättigung gibt an, wie stark die ursprünglich kräftige Spektralfarbe in einem Farbton enthalten ist, bezeichnet also das Ausmaß der Buntheit. Je stärker der Farbton ins Graue verlagert ist, desto geringer ist die Sättigung. Schwarz, Weiß und Grau als unbunte Farben haben überhaupt keine Sättigung. Gemeinsam mit den Koordinaten Helligkeit und dem Buntton definiert die Sättigung einen Farbton.

 
Säurefarbstoffe

Textilfarbstoffe, die auch anionische Farbstoffe genannt werden und hauptsächlich für das Färben von Wolle und Seide verwendet werden. Sie besitzen eine oder mehrere negativ geladene Gruppen und knüpfen mit positiv geladenen ("basischen") Anteilen der Woll- oder Seideneiweiße eine ionische Bindung (Salzbindung). Die Zugabe von Säuren zur Färbeflotte beschleunigt diese Verknüpfung.

 
Scheeles Grün

Grünes Pigment, das im frühen 18. Jahrhundert häufig verwendet wurde. Der im Jahr 1778 von dem schwedischen Chemiker Wilhelm Scheele entwickelte Farbstoff ist nichts anderes als Kupferarsenit, eine Verbindung aus Arsen und Kupfer. Das leuchtend grüne Farbpigment war seit etwa 1800 weit verbreitet. Die Substanz war preiswert und fand vor allem Anwendung bei der Herstellung von Farben für Textilien und Tapeten.

Mehr zum Thema im Artikel Brachte eine grün gemusterte Tapete Napoleon das Ende?

 
Schwarz

Schwarz ist optisch die Abwesenheit aller Farben. Schluckt die Oberfläche eines Körpers alle Lichtteilchen, so dass kein einziges reflektiert wird, entsteht der Farbeindruck Schwarz.

 
Sehen

Das Sehen bezeichnet den Teil der Wahrnehmung der Außenwelt, der über das Auge vermittelt wird. Dabei werden Lichtreize in elektrische Signale umgewandelt, die das Gehirn zu einem Bild der Umwelt verrechnet.

 
Sehnerv

Über den Sehnerv werden die im Auge aus Licht entstehenden Informationen an das Gehirn weitergeleitet. Er besteht aus den Nervenfortsätzen der Ganglienzellen, die in der Retina sitzen.

 
Sehpigmente

Sehpigmente sind Farbstoffe, die in den lichtempfindlichen Zellen – den Zapfen und den Stäbchen – eingelagert sind. Sie dienen der Aufnahme von Licht. Indem sie das Licht absorbieren, werden biochemische Prozesse in Gang gesetzt, die schließlich ein neuronales Signal produzieren. Die Sehfarbstoffe liefern damit die grundlegende Voraussetzung für die visuelle Wahrnehmung der Umwelt.

Es gibt verschiedene Sehpigmente, die in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen des Lichts maximal empfindlich sind. Das Rhodopsin der Wirbeltiere etwa besteht aus einem so genannten visuellen Chromophor und der Eiweißkomponente Opsin. Von dem jeweiligen Opsin hängt es dann ab, für welche Wellenlängen der Sehfarbstoff besonders empfindlich ist.

 
Sekundärfarben

Sekundärfarben werden auch Zweitfarben oder Farben zweiter Ordnung genannt. Sekundärfarben sind Mischungen der Primärfarben. Additiv (mit den Farben des Lichts) mischen sich Grün und Orangerot zu Gelb, Orangerot und Violettblau zu Magenta, Violettblau und Grün zu Cyanblau. Subtraktiv (mit den Pigmentfarben) lassen sich aus Gelb, Magenta und Cyanblau die Sekundärfarben Orangerot, Violett und Grün mischen. Klassisch mit den Malfarben werden aus Gelb, Rot und Blau die Sekundärfarben Orange, Violett und Grün gemischt. Sprachlich korrekt ausgedrückt werden Pigmentfarben gemischt und Lichtfarben addiert.

 
Selbstleuchtfarben

Selbstleuchtfarben leuchten ohne vorherige Belichtung, sie leuchten auch bei Dunkelheit. Die Pigmente waren über Jahre radioaktiv, sehr teuer, aber auch gesundheitsgefährdend. Ihre Lebensdauer wird auf drei bis zehn Jahre geschätzt. Anfangs sind sie in der Tat selbstleuchtend, später besitzen sie nur noch Nachleuchteigenschaften.

 
sichtbares Licht

Die für den Menschen sichtbare elektromagnetische Strahlung liegt im Wellenlängenbereich von etwa 400 bis 800 Nanometer (nm). 1 Nanometer = 1/1.000.000 Millimeter.

 
Siliconharzfarben

Wasserabweisender, hochdiffusionsfähiger Anstrichstoff auf Silicon(harz)-Emulsionsbasis. Siliconharzfarben vereinen die positiven Eigenschaften von mineralischen und kunstharzgebundenen Beschichtungsstoffen.

 
Silikatfarbe

Anstrichstoff, der als Bindemittel Kali-Wasserglas enthält. Die Abbindung erfolgt durch Verkieselung (kristalline Versteinerung) mit dem Untergrund. Solche Farben sind in der Regel zweikomponentig. Einkomponentige Silikatfarben enthalten bis zu maximal 5 Prozent organische Bestandteile und werden deswegen Dispersionsilikatfarben genannt.

 
Spektralphotometer

Zerlegt einfallendes Licht in eine bestimmte Anzahl eng begrenzter Wellenlängenbereiche und misst deren jeweilige Intensität. Die genauen Farbwerte einer Probe können durch Vergleich der reflektierten Intensität jedes Wellenlängenbereichs mit der Intensität eines Weißstandards errechnet werden. Die gewonnenen Werte ergeben einen von der Beleuchtung unabhängigen "farblichen Fingerabdruck".

 
Spirituslacke

Spirituslacke sind Lösungen von Harzen von industriell hergestelltem Alkohol. Als Harze dienen Schellack, Manilakopale, Sandarrak, Kolophonium, Gummigut und Drachenhaut sowie alkohollösliche Kunstharze. Oft werden Weichmacher benötigt. Die Trocknung ist physikalisch, das heißt, die Oberfläche ist reversibel und lässt sich unter anderem mit Alkohol wieder anlösen.

 
sRGB und RGB

Die Bezeichnung RGB steht für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau im RGB-Farbraum, dem additiven Farbsystem für die digitale Farbübermittlung.

sRGB bedeutet "Standard RGB". Es handelt sich um einen von den Computerkonzernen HP und Microsoft entwickelten RGB-Farbraum, der von vielen Soft- und Hardwareherstellern übernommen wurde und sich so als Standard weit verbreitet hat. sRGB ist der Farbstandard für die Monitore vieler Computer, die unter Windows betrieben werden.

 
Stäbchen

Die Stäbchen in der Retina sind für das Sehen unter schlechten Lichtverhältnissen verantwortlich. Sie sind daher sehr lichtempfindlich und hauptsächlich bei Dämmerlicht aktiv. Da es nur einen Typ von Stäbchen gibt, ist Farbsehen bei schwachen Lichtverhältnissen gar nicht möglich.

 
Strahlungsleistungsverteilung, spektrale

Physikalische Beschreibung von Farbreizen. Die spektrale Strahlungsleistungsverteilung beschreibt die farbliche Zusammensetzung des Lichts über die verschiedenen Wellenlängen hinweg.

 
Strukturfarben

Farbe eines Objekts, die nicht durch Absorption hervorgerufen wird. Sie entsteht durch andere physikalische Ursachen wie Streuung oder Interferenzen der elektromagnetischen Wellen.

 
Symbolfarbe

Oft werden Farben Symbolgehalte zugeordnet, deren Bedeutung kultur- und zeitbestimmt ist. Im europäischen Raum werden unter anderem folgende Bedeutungen mit den jeweiligen Farben verbunden:

Rot: Aktivität, Feuer, Blut, Leidenschaft, Revolution.

Gelb: Kreativität, Sonne, Glanz. Gelb-Grün: Neid, Hass, Eifersucht.

Grün: Ruhe, Natur, Wachstum, Hoffnung, Unreife, Unschuld. Blau: Logisches Denken, Treue, Ferne, Unergründlichkeit, Sehnsucht.

Violett: Esoterik, Trauer, Würde, Entsagung. Schwarz: Dunkel, Nacht, Tod, Trauer, das Böse.

Grau: Neutralität, Alter, Trübsinn, Pessimismus.

 
Synästhesie

Beim Phänomen der Synästhesie vermischen sich Sinneseindrücke wie beispielsweise Hören und Sehen. Das Wort stammt aus dem Griechischen: syn, zusammen und aisthesis, Wahrnehmung. Ein Reiz ruft dabei nicht nur die Reaktion des passenden Sinnes, sondern gleichzeitig die Reaktion eines anderen Sinnes hervor. Dabei sind Kombinationen unter allen Sinnen denkbar. Das so genannte Farbenhören ist die häufigste Form der Synästhesie. Dabei sehen die Betroffenen bei bestimmten Worten, Klängen oder Geräuschen farbige Flecken oder bunte Muster.

Artikel zum Thema Synästhesie

 

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