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07.05.2008

RAL effect: ein Farbsystem für Design und Architektur

Mit der Farbkollektion will das RAL-Farbinstitut einen weiteren Farbstandard schaffen

RAL effect heißt die jüngste Farbkollektion des RAL-Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung in St. Augustin, das bereits seit achtzig Jahren Farbkarten für die Praxis herausgibt. Die für Design, Architektur und Industrie geschaffene Farbkarte besteht aus 420 Uni- und 70 Metallicfarbtönen. Hinter dem Farbsystem steht keine Theorie, sondern lediglich die Idee, mit einer praxisnahen Kollektion aktuellen Farbtrends entgegenzukommen.

Der Farbfächer RAL effect enthält insgesamt 490 Farbtöne. Foto: RAL
Foto: RAL

Der Entwicklung voraus ging eine Befragung von Händlern und Farbherstellern, bei der die RAL-Entwickler eine große Nachfrage nach einer neuen, erweiterten Palette industriell nutzbarer Farben ausmachten. Das Institut setzte sich daraufhin für die Umsetzung zum Ziel, eine Farbkollektion mit nicht mehr als 500 Farben zu entwerfen – eine größere Vielfalt wäre nicht mehr praktikabel. Kriterien waren ferner, dass die Farben einfach zu reproduzieren sind, sich ökonomisch herstellen und als Anstrichstoff einfach verarbeiten lassen. Auch sollte das System dem Trend zu helleren Farbtönen Rechnung tragen und Metallicfarben enthalten.

Entstanden ist so die Kollektion aus insgesamt 490 Farbtönen, bei der jeweils 6 Uni-Farbtöne mit einem passenden Metallicfarbton korrespondieren, was den Einsatz in der Praxis erleichtern soll. Wenn der Schwerpunkt der Kollektion auch bei den derzeit besonders gefragten helleren Farbtönen liegt, enthält sie auch zahlreiche gesättigte, dunklere Töne. Die Abstände zwischen den einzelnen Farben basieren nicht auf einem einheitlichen System, sondern wurden nach dem Urteil der beteiligten Farbexperten gewählt.

Die Entwickler haben Wert darauf gelegt, der auf wässrigen Lacksystemen basierenden Kollektion möglichst einfache und damit kostengünstige Rezepturen für die Entwicklung der Farbstoffe zugrunde zu legen. So kommt die Kollektion mit 13 Pigmenten plus einem weißen, einem klaren und zwei Aluminiumbindern aus. Bei der Auswahl der Pigmente spielte die dauerhafte Verfügbarkeit ebenso eine Rolle wie die Umwelteigenschaften, weshalb auf cadmium-, blei- oder chromhaltige Pigmente verzichtet wurde. Auch ohne diese Pigmente sollen selbst klare Gelb-, Orange- und Rot-Töne ein ausreichendes Deckvermögen erreichen.

Mit der Farbkollektion will RAL Produktdesigner, Farbgestalter, Architekten, Maler und Lackierer ansprechen. Die aus der Kollektion entwickelten Farben sollen auf Holz, Kunststoffen, Metallen oder Textilien einsetzbar sein. RAL effect ist das vierte Mitglied in der RAL-Produktfamilie: Verbreitet sind bereits RAL classic als Standardsystem, RAL design als speziell für das Design entworfene Farbkollektion und schließlich RAL digital für den Einsatz in Grafik- und CAD-Programmen. (ud)

Weitere Informationen:
RAL Farbkarten