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19.01.2005
  

Grün: Von dieser Farbe lebt die Welt

Das grüne Chlorophyll der Pflanzen ist der Schlüssel zur Fotosynthese, die der Atmosphäre der Erde den Sauerstoff bringt


Grün wird nicht umsonst häufig als die Farbe des Lebens bezeichnet. Ohne das Farbpigment Chlorophyll, das den Pflanzen und Grünalgen die grüne Farbe verleiht, wäre Leben, wie wir es kennen, nicht möglich. Denn ohne die Fotosynthese könnte keine Biomasse auf der Erde entstehen – und es gäbe keinen Sauerstoff in der Atmosphäre.


Bei der Fotosynthese gewinnt die Pflanze aus den anorganischen Grundstoffen Kohlendioxid und Wasser unter Lichteinwirkung Glucose und damit das organische Material, das sie für ihr Wachstum benötigt. Dadurch ist sie fotoautotroph, das heißt, sie kann sich größtenteils selbst mit den für ihr Überleben notwendigen Nährstoffen versorgen. Zusätzlich muss sie nur Mineralstoffe aufnehmen. Bei der Umsetzung von Wasser und Kohlendioxid leistet die Pflanze allerdings einen entscheidenden Beitrag für alles tierische Leben auf der Erde: Als Nebenprodukt entsteht Sauerstoff, der essenzielle Bestandteil der Atemluft.

Begonnen haben Vorläufer von Pflanzen mit dieser Sauerstoffproduktion bereits in der Erdurzeit: Vor etwa 3 Milliarden Jahren erfanden die so genannten Cyanobakterien, früher auch als Blaualgen bezeichnet, die Fotosynthese. Im Laufe der Jahrmillionen reicherte sich der dabei entstehende Sauerstoff in der Erdatmosphäre an. Damit war die Voraussetzung für die Entwicklung höheren Lebens gegeben: Vor knapp 2 Milliarden Jahren tauchte zunehmend freier Sauerstoff in der Atmosphäre auf, vor etwa 850 Millionen Jahren besiedelten darauf die ersten mehrzelligen Lebewesen die Erde.  [>>]