
So vielseitig KKV und Kontinueverfahren auch sind, haben sie doch Grenzen. So ist beispielsweise der Kontakt zwischen Flotte und Faser sehr kurz, sodass es schwierig ist, Garn oder Stoff vollständig durchzufärben. Auch müssen die Textilien unempfindlich gegen Spannung sein, denn der Transport und das Klotzen üben einen beträchtlichen Zug auf das Material aus. Für Maschenware oder auch Wollartikel eignen sich diese beiden Methoden daher eher nicht. Stattdessen werden diese Materialien meist im Ausziehverfahren gefärbt – "wie alles andere, was nicht plattgedrückt werden darf", so Pogorzelski.
Bei diesem Verfahren wird das Material nicht durch die Flotte gezogen, sondern schwimmt darin – und das manchmal mehrere Stunden lang. "Dadurch ist die Durchfärbung intensiver", erklärt der Textilingenieur. Welcher Farbstoff verwendet wird und wie er fixiert wird, hängt dabei wiederum von der Faser ab. Baumwolle oder Viskose werden mit Direkt- oder Reaktivfarbstoffen gefärbt, Wolle eher mit Säurefarbstoffen. Beim Färben mit diesen Farbstoffen wird eine Säure in das Färbebad gegeben und das Bad auf Kochtemperatur erhitzt. "Auch wenn es merkwürdig klingt: Die Wollfaser kann diese Prozedur unbeschadet überstehen", so Pogorzelski.
Diese drastische klingende Methode hat einen großen Vorteil: Sie färbt praktisch ausschließlich die Wolle und lässt andere Materialien wie etwa Baumwolle völlig unangetastet. So entstehen beispielsweise auch Nadelstreifen: "Man gibt einen Wollstoff mit eingewebtem Effektfaden aus Zellulosematerial in ein Färbebad mit einem schwarzen Wollfarbstoff, und wenn man ihn hinterher spült, bleibt die Wolle schwarz und der Baumwollfaden wird wieder hell", erläutert der Experte.
Wie die Färbeverfahren schlussendlich technisch umgesetzt werden, hängt immer vom Artikel, von den eingesetzten Fasern oder Fasermischungen und den gewünschten Effekten ab. Um etwa die Ansprüche von Designern zu erfüllen, müssen sich die Textilingenieure manchmal auch ungewöhnliche Lösungen und untypische Farbstoff- und Verfahrenskombinationen einfallen lassen. "Eigentlich gibt es dabei fast nichts, was es nicht gibt", resümiert Pogorzelski.
Bei diesem Verfahren wird das Material nicht durch die Flotte gezogen, sondern schwimmt darin – und das manchmal mehrere Stunden lang. "Dadurch ist die Durchfärbung intensiver", erklärt der Textilingenieur. Welcher Farbstoff verwendet wird und wie er fixiert wird, hängt dabei wiederum von der Faser ab. Baumwolle oder Viskose werden mit Direkt- oder Reaktivfarbstoffen gefärbt, Wolle eher mit Säurefarbstoffen. Beim Färben mit diesen Farbstoffen wird eine Säure in das Färbebad gegeben und das Bad auf Kochtemperatur erhitzt. "Auch wenn es merkwürdig klingt: Die Wollfaser kann diese Prozedur unbeschadet überstehen", so Pogorzelski.
Diese drastische klingende Methode hat einen großen Vorteil: Sie färbt praktisch ausschließlich die Wolle und lässt andere Materialien wie etwa Baumwolle völlig unangetastet. So entstehen beispielsweise auch Nadelstreifen: "Man gibt einen Wollstoff mit eingewebtem Effektfaden aus Zellulosematerial in ein Färbebad mit einem schwarzen Wollfarbstoff, und wenn man ihn hinterher spült, bleibt die Wolle schwarz und der Baumwollfaden wird wieder hell", erläutert der Experte.
Wie die Färbeverfahren schlussendlich technisch umgesetzt werden, hängt immer vom Artikel, von den eingesetzten Fasern oder Fasermischungen und den gewünschten Effekten ab. Um etwa die Ansprüche von Designern zu erfüllen, müssen sich die Textilingenieure manchmal auch ungewöhnliche Lösungen und untypische Farbstoff- und Verfahrenskombinationen einfallen lassen. "Eigentlich gibt es dabei fast nichts, was es nicht gibt", resümiert Pogorzelski.











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