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Forscher rekonstruieren erstmals die Färbung der Urechsen
Bisher stapften Dinosaurier in der Vorstellung der meisten Menschen als bräunliche oder grünlich-graue Riesen durch urzeitliche Gefilde. In Wirklichkeit waren die Echsen wohl sogar ziemlich bunt, sagen britische Forscher nun: Der etwa 1,25 Meter lange, fleischfressende Sinosauropteryx beispielsweise hatte einen rötlich-weiß geringelten Schwanz, erklären die Wissenschaftler von der Universität in Bristol. Ihnen ist es erstmals gelungen, anhand von 120 bis 131 Millionen Jahre alten Fossilien die Färbung von Dinosauriern zu rekonstruieren.
Eigentlich weiß man heute bereits eine Menge über Dinosaurier: Aus Fossilienfunden kennt man deren Gestalt sehr genau, Computersimulationen zeigen, wie sich die "schrecklichen Echsen" (so heißt "Dinosaurier" übersetzt) bewegten, und anhand von Daten aus Klima und Vegetation können Paläontologen auch auf die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der Urtiere schließen. Welche Farbe die Dinosaurier allerdings hatten, darüber konnten die Forscher bisher nur spekulieren. Fossile Knochen allein lassen keine Rückschlüsse zu, ob die Echsen einst rot oder gelb, einfarbig, geringelt oder gescheckt waren – bis jetzt: Nun entdeckten die britischen Wissenschaftler in Fossilien eines Dinosauriers aus der Gruppe der Theropoden sogenannte Melanosomen. Diese Zellbestandteile sind Träger des Farbstoffs Melanin, der auch beim Menschen Haut und Haare färbt.
Die Melanosomen entdeckten die Forscher in den fossilen Überresten primitiver Federn, die einst die Haut des Dinosauriers bedeckten. Denn der Sinosauropteryx lief keineswegs nackt und bloß durch die Lande wie heute die Warane oder wie Eidechsen, sondern seine Haut war mit einfachen Federn bestückt. Diese hatten noch nicht die ausgereifte Form heutiger Vogelfedern mit einem Schaft und davon abstehenden sogenannten Fahnen, sondern waren nicht viel mehr als etwas feiner ausgebildete Borsten. Sie dienten wahrscheinlich nur einem einzigen Zweck: den Dinosaurier durch ihre Farbe auffälliger zu machen. Ihre Funktion als Wärmeisolatoren und schließlich auch zum Fliegen erhielten die Federn erst später im Verlauf der Evolution, erklären die Wissenschaftler. [>>]










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