
Weitere Artikel zum ThemaEin Pigment für alle Fälle
Neue Farbmittel lassen auch bisher unmögliche Kombinationen von Farbtönen und Bindemitteln zu
Sie sind das Herzstück jedes Anstrichs: Pigmente. Ob organisch oder anorganisch, natürlich oder synthetisch – für fast jede Anwendung findet sich ein passendes Farbmittel. Doch trotz der Vielfalt an verfügbaren Pigmenten gibt es Ansprüche, die nur sehr schwer zu erfüllen sind. Häufig ist es die mangelnde Wetterbeständigkeit bestimmter Pigmente bei Fassadenanstrichen. Um diese Probleme zu umgehen, arbeiten Experten an neuen Pigmentarten, die die gewünschten Eigenschaften in sich vereinen.
Grundsätzlich können Maler und Architekten zwischen anorganischen und organischen Pigmenten wählen, von denen es jeweils natürliche und synthetische Varianten gibt. Anorganische Pigmente, früher auch als Erd- oder Mineralpigmente bezeichnet, sind meist Metalle oder Metallsalze wie Oxide, Hydroxide, Silikate, Sulfide, Cyanide oder Chromate. Zu den bekanntesten natürlichen Vertretern dieser Gruppe gehören Kreide, Ocker, Umbra und Graphit – Substanzen, die durch Mahlen, Schlämmen oder Trocknen aus natürlichen Ausgangsstoffen gewonnen werden können und die schon in prähistorischen Zeiten eingesetzt wurden.
Das wohl wichtigste synthetische anorganische Pigment ist das weiße Titandioxid, von dem weltweit jährlich mehr als 2,5 Millionen Tonnen produziert werden. Ebenfalls dazu gehören Schwarzpigmente wie Ruß und Buntpigmente wie Bleichromat, Mennige, Cobaltblau, Cadmiumorange, Ultramarinblau und Eisenoxidpigmente in verschiedenen Farben. [>>]








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