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Warum grüne Tomaten nicht immer giftig sind
Grün ist nicht gleich grün: Das gilt besonders für Tomaten. Denn nicht immer sind grünfarbige Tomaten auch giftig. Es kommt auf die Sorte und die Verarbeitung an. Bei der Otto-Normal-Tomate enthalten grüne Stellen viele giftige Glykoalkaloide, auch Solanin genannt. Das heißt aber nicht, dass die Giftstoffe auch für die grüne Farbe verantwortlich sind.
Das Grün der Tomate stammt wie bei Gras vom Farbstoff Chlorophyll. In den bei uns verbreiteten roten Tomaten wird das grüne Chlorophyll im Laufe der Reifung abgebaut und durch gelbe bis rote Carotinoide ersetzt. Eine rote Farbe deutet deshalb auf reife Früchte hin. Da auch die Giftstoffe während der Reifung abgebaut werden, enthalten reife und deshalb rotfarbige Tomaten nur noch sehr geringe Mengen Glykoalkaloide.
Nun liegen bei Hobbygärtnern aber derzeit nicht nur rote Tomaten im Trend. Neben gelben und violetten Sorten züchten sie zunehmend auch Tomaten, deren Früchte selbst im reifen Zustand noch grün sind. Dazu gehören die Sorten "Evergreen", "Grüne Traube" oder "Grünes Zebra". Genau wie bei roten Tomaten werden auch hier die Giftstoffe während der Reifung abgebaut. Lediglich die grüne Farbe bleibt erhalten und sorgt für einen Hingucker auf dem Gemüseteller.
Genau hinschauen sollten aber auch diejenigen, die trotz Vergiftungsgefahr unreife und deshalb grüne Tomaten probieren. Denn mehr als 100 Gramm davon sind für Erwachsene nicht zu empfehlen. Jeder Mensch reagiert zwar unterschiedlich stark auf das Gift, die Vergiftungserscheinungen reichen aber von einem Kratzen im Hals über Kopfschmerzen oder Übelkeit bis hin zu Erbrechen. In größeren Mengen können die Glykoalkaloide, die in ähnlicher Form auch in grün verfärbten Kartoffeln vorkommen, sogar tödlich wirken. Aber vielleicht macht gerade dieses Wissen für viele Hobbyzüchter den Reiz der grünen Tomaten aus. [>>]








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