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24.02.2010
  

Mosaik im Auge

Die Rezeptoren zum Farbensehen sind bei Vögeln in regelmäßigen Mustern angeordnet


Beim Farbensehen sind Vögel dem Menschen überlegen: Während der Mensch mit drei Typen von Zapfen zur Farbwahrnehmung auskommen muss, verfügen sie über vier solcher Rezeptoren plus einem Doppelrezeptor zur Wahrnehmung von Bewegungen. Doch das ist noch nicht das ganze Geheimnis ihrer ausgereiften Fähigkeit, Farbtöne zu unterscheiden, haben Forscher aus den USA nun herausgefunden: Die fünf Rezeptoren sind auf der Netzhaut in einem regelmäßigen Mosaik angeordnet und können daher optimal zur Farbwahrnehmung genutzt werden, entdeckten die Wissenschaftler.


Wie auch der Mensch verfügen Vögel über je einen Rezeptor zur Wahrnehmung von Rot, Grün und Blau. Hinzu kommt noch ein vierter Rezeptor für Violett, der den Bereich bis ins für Menschen unsichtbare Ultraviolett abdeckt. Gerade im Gefieder von Vögeln treten häufig Muster in diesem Wellenlängenbereich auf. Bei Blaumeisen beispielsweise können sich Männchen und Weibchen durch diese Muster unterscheiden, während beide Geschlechter für den Menschen völlig identisch aussehen.

Jeder einzelne Zapfen ist bei Vögeln mit einem Öltröpfchen ausgestattet. Die Flüssigkeit lässt nur Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich durch und dient so bereits als Farbfilter für den jeweiligen Rezeptor. Die Wissenschaftler von der Washington University in St. Louis untersuchten in ihrer Studie nun die Öltröpfchen in der Netzhaut von Hühnern und konnten daraus Typ und Lage der einzelnen Zapfen ermitteln.  [>>]