
Das Färbeverfahren für die extrem teuren, in der Antike römischen Herrschern und Senatoren vorbehaltenen Stoffe war überaus kompliziert und ist heute nur ansatzweise nachvollziehbar. Über die Herstellung berichtet schon Plinius der Ältere in seinen Schriften aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Zunächst mussten unzählige Purpurschnecken gesammelt werden, was damals die für die Färberei zur Verfügung stehenden Arten wohl an den Rand der Ausrottung trieb. Für nur ein Gramm der fertigen Farbe mussten Schätzungen zufolge mehr als 8.000 Tiere ihr Leben lassen. Nicht überraschend also, dass Purpur bis heute - auch wenn er kaum noch verwendet wird - eines der teuersten Pigmente schlechthin ist. So ist Purpur beispielsweise in Deutschland für 2.050 Euro das Gramm im Handel.
Der Name Purpur sagt im Grunde nur etwas über das Färbeverfahren aus, nicht über die Farbe an sich. Nicht immer ist es das typische Tiefrot, das am Ende des Prozesses steht. Es gibt ebenso grünen, blauen, violetten oder schwarzen Purpur. Welche Farbe am Ende herauskommt, hängt unter anderem davon ab, welcher Schneckenart man sich bedient, ob es Männchen oder Weibchen sind, wie sie sich ernährt haben und wie lange bestimmte Abschnitte des Färbeprozesses dauern.
Die Schnecken wurden entweder zerquetscht, oder es wurde ihr Gehäuse zerbrochen, die Drüsen entnommen und in Salzwasser gegeben. Der dabei gewonnene Schneckencocktail wurde mit Urin eingekocht und nach einigen Tagen abgeseiht. Die Stoffe konnten dann in diesen Sud eingetaucht werden. Das eigentliche Purpur entwickelte sich aber erst am Licht, im Laufe einer Enzymreaktion. Während dieser Prozedur kam es zu einer ungeheuren Geruchsbelästigung. Deshalb lagen die Färbereien auch ein Stück außerhalb, so dass der bestialische Verwesungsgestank hinaus aufs Meer zog und nicht in die Stadt.
Doch nicht immer mussten die Meeresschnecken für die Farbe sterben. Im Gegensatz zu den alten Phöniziern hatten die Mixteken in Mittelamerika ein Verfahren zur Purpurgewinnung entwickelt, bei dem sie die Tiere nicht töteten. Diese Technik hat sich bis heute überliefert, wie die Journalistin Victoria Finlay in ihrem Buch "Das Geheimnis der Farben" berichtet. Die Färber nehmen die Meeresschnecken, melken sie und setzen die Tiere dann zurück auf ihren Felsen. Einige Zeit später können sie dann erneut gemolken werden.
Der Name Purpur sagt im Grunde nur etwas über das Färbeverfahren aus, nicht über die Farbe an sich. Nicht immer ist es das typische Tiefrot, das am Ende des Prozesses steht. Es gibt ebenso grünen, blauen, violetten oder schwarzen Purpur. Welche Farbe am Ende herauskommt, hängt unter anderem davon ab, welcher Schneckenart man sich bedient, ob es Männchen oder Weibchen sind, wie sie sich ernährt haben und wie lange bestimmte Abschnitte des Färbeprozesses dauern.
Die Schnecken wurden entweder zerquetscht, oder es wurde ihr Gehäuse zerbrochen, die Drüsen entnommen und in Salzwasser gegeben. Der dabei gewonnene Schneckencocktail wurde mit Urin eingekocht und nach einigen Tagen abgeseiht. Die Stoffe konnten dann in diesen Sud eingetaucht werden. Das eigentliche Purpur entwickelte sich aber erst am Licht, im Laufe einer Enzymreaktion. Während dieser Prozedur kam es zu einer ungeheuren Geruchsbelästigung. Deshalb lagen die Färbereien auch ein Stück außerhalb, so dass der bestialische Verwesungsgestank hinaus aufs Meer zog und nicht in die Stadt.
Doch nicht immer mussten die Meeresschnecken für die Farbe sterben. Im Gegensatz zu den alten Phöniziern hatten die Mixteken in Mittelamerika ein Verfahren zur Purpurgewinnung entwickelt, bei dem sie die Tiere nicht töteten. Diese Technik hat sich bis heute überliefert, wie die Journalistin Victoria Finlay in ihrem Buch "Das Geheimnis der Farben" berichtet. Die Färber nehmen die Meeresschnecken, melken sie und setzen die Tiere dann zurück auf ihren Felsen. Einige Zeit später können sie dann erneut gemolken werden.










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