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27.09.2006
  

Von Sternen, Elementen und Charakterzügen

Auch die Astrologie hat ihre eigene Farbsymbolik


Es gibt wohl kaum einen Menschen, der sein Sternzeichen nicht kennt. Doch dass diesen Symbolen auch Farben zugeordnet sind, wissen die wenigsten. Denn auch die Sterndeutung nutzt den Ordnungs- und Symbolcharakter von Farben. Sie dienen hier der Systematik, verkörpern aber auch die speziellen charakterlichen Eigenschaften, die die Astrologie den Sternzeichen zuordnet. So zeigen die Darstellungen von Horoskopen und der Abfolge der Tierkreiszeichen auch häufig einen Farbkreis, bei dem die zwölf Sternzeichen mit ihren zugehörigen Farben unterlegt sind.


Die Aufeinanderfolge der Farben in astrologischen Darstellungen ist nicht zufällig, sondern soll das Farbspektrum des Lichts in einem Kreis von Purpur bis Violett widerspiegeln. In den unterschiedlichen Traditionen der Astrologie kann aber auch eine Farbe mehreren Sternzeichen zugeordnet sein, so dass sich das Farbspektrum auf weniger als zwölf Farben reduziert. Grundlegend symbolisieren dabei die Farben der vier Elemente die menschlichen Hauptcharaktere, die sich im Farbkreis und den zugehörigen Sternzeichen wiederfinden: Rot als Farbe des Feuers steht für ein cholerisches Temperament, Blau als Farbe des Wassers für eine phlegmatische Wesensart, Grün als Farbe der Erde für den melancholischen Charakter und Gelb als die Farbe der Luft für die sanguinischen Gemüter.

Auch der Sonne und der Stellung der Planeten kommt in der Astrologie eine große Bedeutung zu. Diesen Himmelskörpern werden ebenfalls Farben zugeordnet, die sich in einigen Darstellungen von Horoskopen wiederfinden: Die Sonne ist orange, der Mond weiß, Merkur hellgrau, Venus hellblau, Mars und Erde sind rot, der Jupiter purpurrot und Saturn schwarz.

Die Farbsymbolik der heutigen Astrologie geht auf Jahrtausende alte Traditionen zurück, denn die Astrologie hatte ihren Ursprung schon in den frühen Hochkulturen Mesopotamiens des 3. bis 1. Jahrtausends vor Christus. Die Abfolge der Tierkreiszeichen, der so genannte Zodiakus, wurde dort um 700 vor Christus eingeführt. Das Tierkreiszeichen einer Person entspricht dem Sternbild, in dem die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt stand.

Die Sternbilder konstruierten die Menschen, indem sie die Sterne durch gedachte Linien verbanden und dem Nachthimmel so eine Struktur verliehen. Die mythologischen Vorstellungen von diesen Sternbildern bildeten dann die Grundlage für die charakterlichen Eigenschaften der Tierkreiszeichen. Durch die Eroberungszüge Alexanders des Großen gelangten die astrologischen Vorstellungen von Mesopotamien schließlich ins antike Griechenland, aber auch nach Indien und China. In diesen Kulturen entwickelten die Menschen die Sterndeutung weiter und bildeten eigene Traditionen aus.  [>>]