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01.12.2004
  
Ein rötliches Purpur war die Farbe Gottes. Bis heute hat sich diese Farbe als Kardinalsrot erhalten: Immer noch werden die Gewänder der höchsten katholischen Würdenträger mit echtem Naturpurpur gefärbt, was ihnen im Italienischen die Bezeichnung "Porporato" eingetragen hat. Neben ihrer traditionellen Bedeutung eines hohen Amtes ist die tiefrote Farbe ein Symbol für die Treue zu Gott und zum Papst, die bis zum Blutvergießen geht.

Weiß verkörperte die Unschuld und stand für Freude, Reinheit und Glanz. Darum schmücken die Katholiken an Weihnachten, an Festen Gottes und Marias in Weiß. Bei den Protestanten wird Weiß an allen Christusfesten verwendet. Schwarz wurde ein Symbol von Tod und Trauer und damit auch der Sünde und des Teufels. Schwarz ist die Farbe an Karfreitag, Karsamstag und anderen Trauertagen sowie bei Totenmessen. Die Farbe symbolisierte aber auch Demut und Bescheidenheit, so wie Grau und Braun als Farben der freiwilligen Erniedrigung, der Weltentsagung und der Buße galten. Daher entschieden sich viele Mönchsorden bei der Wahl ihrer Kleidung für diese Farbtöne. Ebenso ist der Talar der protestantischen Pfarrer schwarz.

Grün symbolisiert die Hoffnung und wird sowohl in der katholischen als auch in der protestantischen Kirche vor allem außerhalb der Feiertage an gewöhnlichen Sonntagen verwendet. Gemeinsam mit Rot weist Grün auf Gott hin, gemeinsam mit Blau auf Christus. Alle drei Farben zusammen sind ein Symbol für die Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Gelb dagegen kommt in der christlichen Liturgie überhaupt nicht vor. Sie ist als Farbe der Ausgestoßenen wie Dirnen, Verrätern und Ketzern schlicht verboten.