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Der Knackpunkt bei dieser Reihe von Vorgängen ist offenbar das Transporteiweiß, entdeckten die Forscher bei ihren Experimenten. Die Raupen mit der weißen Seide waren nämlich nicht in der Lage, eine funktionsfähige Form davon herzustellen – ihr Transporteiweiß konnte sich keine Carotinoidmoleküle schnappen, um sie in die Hämolymphe zu überführen, und folglich gelangte der Farbstoff auch nicht in die Seide.
Schuld daran war ein fehlerhaftes Gen mit dem prägnanten Namen "Y", der Abkürzung für "Yellowblood", also "gelbes Blut", zeigte die weitere Analyse. Und tatsächlich: Als die Wissenschaftler in das Erbgut der Raupen eine unbeschädigte Version des Y-Gens einbauten, stellten diese wieder das korrekt zusammengesetzte Transporteiweiß her und produzieren auch wieder gelbe Seide – zuerst lediglich in einem ganz zarten Ton und später, nach mehreren Kreuzungen, in einem kräftigeren Gelb.
Natürlich ist es trotzdem noch ein weiter Weg zur farbigen Seide, die auf Bestellung im gewünschten Farbton direkt aus der Raupe kommt. Die Forscher sind aber sicher, mit ihrem Ansatz einen Weg gefunden zu haben, zumindest rötliche und beige-bräunliche Seide herzustellen. Und auch die anderen Farben des Regenbogens wollen sie noch angehen. Genug zu tun haben sie dabei auf jeden Fall noch: Neben dem Y-Gen gibt es noch 14 weitere Gene, von denen man weiß, dass sie an Transport und Einbau der Farbe in die Seide beteiligt sind. (ilb)
Weitere Informationen:
Kurzfassung des Originalartikels der Wissenschaftler »
Schuld daran war ein fehlerhaftes Gen mit dem prägnanten Namen "Y", der Abkürzung für "Yellowblood", also "gelbes Blut", zeigte die weitere Analyse. Und tatsächlich: Als die Wissenschaftler in das Erbgut der Raupen eine unbeschädigte Version des Y-Gens einbauten, stellten diese wieder das korrekt zusammengesetzte Transporteiweiß her und produzieren auch wieder gelbe Seide – zuerst lediglich in einem ganz zarten Ton und später, nach mehreren Kreuzungen, in einem kräftigeren Gelb.
Natürlich ist es trotzdem noch ein weiter Weg zur farbigen Seide, die auf Bestellung im gewünschten Farbton direkt aus der Raupe kommt. Die Forscher sind aber sicher, mit ihrem Ansatz einen Weg gefunden zu haben, zumindest rötliche und beige-bräunliche Seide herzustellen. Und auch die anderen Farben des Regenbogens wollen sie noch angehen. Genug zu tun haben sie dabei auf jeden Fall noch: Neben dem Y-Gen gibt es noch 14 weitere Gene, von denen man weiß, dass sie an Transport und Einbau der Farbe in die Seide beteiligt sind. (ilb)
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