
Weitere Artikel zum ThemaDie Farbe des Blutes
Blut ist nicht immer rot, aber Rot wäre ohne Blut kaum so bedeutungsvoll
Blut und Rot gehören seit Menschengedenken zueinander. Dabei hat Blut mehrere Rotfärbungen und ist im Tierreich mit mehr als nur der Farbe Rot vertreten. Entscheidend ist der Aufbau des Eiweißes, das den Sauerstoff im Blut bindet. Beim Mensch ist dies das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen.
Die Bedeutung von Rot als Farbe des Lebens und der Liebe ist ohne unser Blut undenkbar. Rot gilt als primäre Farbbezeichnung des Menschen und in indoeuropäischen Sprachen soll sich das Wort für rot vom Sanskritwort "rudhira" für Blut ableiten. Das rote Blut steht für Leben und Opfer. Früher galt es sogar als Sitz der Seele. Mit ihm konnte man (fast) unverwundbar werden, wie Siegfried, als er in Drachenblut badete. Krieger bemalten sich mit roter Farbe. Und selbst Rotkäppchen erhielt ihre Kopfbedeckung als magischen Schutz gegen den bösen Wolf. Spätestens mit dem Abendmahl ist das rote Blut aus der christlichen Symbolik nicht mehr wegzudenken.
Was wäre also das Rot schon wert, wenn unser Blut eine andere Farbe hätte – zum Beispiel blau wie das der Weinbergschnecke? Doch selbst das Rot des menschlichen Blutes ist alles andere als einheitlich: Es kann von Hellrot bis hin zum tiefen Dunkelrot viele Schattierungen aufweisen. Wer sich schon öfters ungeschickt geschnitten hat, kann dieses Phänomen schon unfreiwillig beobachtet haben.
Die unterschiedliche Färbung des frischen Blutes hat dabei nichts mit der Luft oder dem Gesundheitszustand einer Person zu tun, sondern hängt vom Sauerstoffgehalt des Blutes ab. Ursprung der Färbung sind die roten Blutkörperchen, genauer genommen das Eiweiß Hämoglobin, das in ihnen für die Bindung von Sauerstoff sorgt. Hat es viel Sauerstoff an sich gebunden, erscheint es hellrot, ist es ganz ohne Fracht, wirkt es dunkelrot. [>>]










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