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31.10.2012

Farbige Feuchtigkeitspuffer

Wie Silikatfeinputze helfen können, Schimmel zu vermeiden

Schimmel in Wohnräumen ist ein gefürchtetes Phänomen – und ein vermeidbares: Mit einer gut ausgeführten Dämmung der Gebäudehülle und dem richtigen Lüftungsverhalten lassen sich die unerwünschten Mitbewohner sicher fernhalten. Silikatputze können zusätzlich helfen: Schon eine ein Millimeter dicke Putzschicht kann kurzfristig so viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, dass Feuchtigkeitsspitzen abgefedert werden. Die Farbgestaltung muss dabei nicht zu kurz kommen: Silikatputze lassen sich in vielen Farbtönen verwirklichen.

Schimmel sieht nicht nur hässlich und unappetitlich aus – er kann im Extremfall auch die Gesundheit gefährden. Foto: Brillux
Schimmel, Foto: Brillux

Dass Schimmelbefall seine Ursache darin hat, dass Wände gedämmt wurden und somit ihre Fähigkeit zu atmen verloren haben, ist eine immer wieder aufgestellte Behauptung. Doch sie ist gleich doppelt falsch: Zum einen können Wände nicht atmen, denn selbst bei einer einfachen Ziegelwand ist die Menge der durch den Stein dringenden Feuchtigkeit winzig im Vergleich zu den Wassermengen, die über die ganz gewöhnliche Belüftung nach draußen abgeführt werden. Und eine gedämmte Wand ist nicht etwa empfindlicher für Schimmelbefall, sondern sogar unempfindlicher.

Der Grund liegt in der Feuchtigkeitsliebe von Schimmel: Die Pilze siedeln sich normalerweise nur dort an, wo sich Feuchtigkeit niederschlägt  – und genau dies geschieht eher an einer ungedämmten und daher kalten als an einer durch Dämmung vor Kälte geschützten Wand.

Dass sich seit einigen Jahren die Berichte über Schimmel in den Wohnungen häufen, hat andere Gründe: Einer davon ist, dass bei Sanierungen von Altbauten häufig die Fenster ausgetauscht werden. Mit dem Einbau moderner, dichter Fenster fällt der stetige Luftaustausch durch die Undichtigkeiten der alten Fensterrahmen weg. Die Folge ist, dass die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen und vor allem in Bädern und Küchen ansteigt.

Wenn das Gebäude dann nur teilweise gedämmt ist und beispielsweise die Fensterlaibungen nur unzureichend gegen Kälte geschützt sind, kann an diesen Wandflächen gerade in Räumen mit hohem Feuchtigkeitsanfall Kondenswasser und in der Folge Schimmel auftreten. Eine ausreichende Belüftung, die überschüssige Feuchtigkeit nach draußen transportiert, ist daher neben einer sorgfältig ausgeführten Dämmung der Gebäudehülle für den Schutz vor Schimmel unabdingbar.

Klimafeinputze können gerade in Bädern und anderen Räumen mit erhöhtem Feuchtigkeitsanfall zu einem ausgeglichenen Raumklima beitragen. Foto: Brillux
Bad. Foto: Brillux

Doch auch die Gestaltung der Innenräume kann zum Schimmelschutz beitragen: Gerade in Bädern und Küchen, in denen immer nur kurze Zeit viel Feuchtigkeit anfällt, kann ein Silikatfeinputz Feuchtigkeitsspitzen puffern. Steigt nun nach dem Duschen oder beim Kochen die Luftfeuchtigkeit kurzfristig stark an, nimmt das Material einen Teil des Wassers aus der Luft auf. Der Putz gibt die aufgenommene Feuchtigkeit in den folgenden Stunden wieder ab. Ein Ersatz für das Lüften ist ein solcher Putz natürlich nicht – doch senkt er das Risiko von Schimmel deutlich, da die Oberflächen eher trocken bleiben.

Die klassische Farbe für solche Putzoberflächen ist natürlich Weiß. Doch lassen sich mit Silikatfeinputzen zahlreiche Farbtöne realisieren. Möglich sind nahezu alle denkbaren Pastelltöne vom gedämpften Gelb über sanfte Grün- und Blautöne bis hin zu dezenten Rosé- oder Erdtönen. Sehr dunkle Farbtöne wie Dunkelblau, Dunkelbraun oder intensive Töne wie ein leuchtendes Rot oder Gelb lassen sich jedoch nicht erzielen: Die Silikat-Bindemittel im Feinputz können die für die Realisierung dieser Farbtöne notwendigen Pigmentmengen nicht entsprechend aufnehmen.

Der Klimafeinputz lässt sich in vielen Farbtönen aus dem Farbplanungssystem Brillux Scala umsetzen. Foto: Brillux
Farbpalette. Foto: Brillux

Beim Silikat-Klimafeinputz ELF 1808, wie ihn der Farbenhersteller Brillux anbietet, wird zum Abtönen das Farbkonzentrat ELF 9018 verwendet. Durch die Kombination der sieben Farbtöne gelb, ocker, orange, rot, blau, grün und schwarz lassen sich viele Farbtöne herstellen. Zugegeben werden können bis zu 10 Prozent des Farbkonzentrats. Die besonderen Eigenschaften des Klimafeinputzes wie seine Wasseraufnahmefähigkeit oder seine Eignung für Allergiker bleiben dabei erhalten. Damit können Silikat-Klimafeinputze einen wertvollen Beitrag für ein gesundes Wohnklima leisten. (ud)