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Glossar

Ob "autonome Farbe" oder "monochromatisch" – viele Begriffe aus dem Themenbereich Farbe sind einfach nicht Teil der Alltagssprache. Um das Verständnis für einige wichtige Bezeichnungen zu erleichtern, finden Sie diese im Glossar erläutert.

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Phosphoreszenz

Form der Lumineszenz. Bei der Phosphoreszenz erfolgt die Emission des Lichts mit einer zeitlichen Verzögerung. Wird ein phosphorizierende Verbindung zum Beispiel mit UV-Licht oder Röntgenstrahlung bestrahlt, gelangen Elektronen auf höhere Energieniveaus. Mit Verzögerung kehren sie auf ihre ursprünglichen Energieniveaus zurück, wobei Energie in Form von Licht meist größerer Wellenlänge als der des ursprünglichen Lichts freigesetzt wird. Im Gegensatz zur Fluoreszenz kann Phosphoreszenz bis zu Monaten andauern.

 
Photorezeptorzelle

Auch Sehzelle genannt. Ein Photorezeptor bei Tier und Mensch ist eine Sinneszelle, die auf Licht reagiert. Licht regt die Zelle über einen komplexen Vorgang dazu an, ein elektrisches Signal zu produzieren.

 
Pigmente

Feinkörnige, in Binde- und Lösemitteln unlösliche farbtongebende Substanzen. Bestandteil eines Anstrich- (Beschichtungs-)stoffs. Farbstoff in Geweben von Tieren und Menschen. Farbpigmente werden eingeteilt nach Herkunft, Farbart, Verwendung oder Zusammensetzung. Sie können anorganisch oder organisch sein.

 
polychromatisch

Polychromatisches Licht ist Licht mehrerer Wellenlängen.

 
Polymerisatharzlacke

Das Wort ist ein Sammelbegriff für Lösungen aus Polymerisat-Harzen wie Vinyl-, Acryl- oder Styrolharz in flüchtigen Lösemitteln. Hierbei wird von verschiedenen Ausgangsstoffen ausgegangen und es werden Filmbildner und Weichmacher zugesetzt. Die Trocknung ist physikalisch, das heißt, der Film ist reversibel und lässt sich mit verschiedenen Lösemitteln wieder anlösen. Acryl-PUR-Kombination sind jedoch irreversibel.

Lufttrocknende Acrylharzlacke und Methacrylatbeschichtungen, deren Mischpolymerisate und außerdem ihre wässrigen Dispersionen werden als Bindemittel für Bautenlacke eingesetzt. Wärmehärtbare Acrylatharze sind Bindemittelkomponenten von Einbrennlacken für die Lackierung von Metall- und Kunststoffoberflächen. Polyvinylchloridlacke, als PVC-Lack als flüssiger Kunststoff bekannt, werden als Beton- und Bodenbeschichtung wegen ihrer guten Haftung als Korrosionsanstrich auf verzinktem Stahl eingesetzt.

 
Primärfarben

Primärfarben werden auch Erstfarben oder Farben erster Ordnung genannt. Aus diesen drei Farben lässt sich nahezu jeder gewünschte Farbton mischen. Innerhalb eines Farbschemas sind die Primärfarben selbst durch Mischen nicht erzielbar. Additiv (mit den Farben des Lichts) sind Orangerot, Violettblau und Grün Primärfarben. Subtraktiv (mit den Pigmentfarben) gibt es zwei Betrachtungsweisen: Wissenschaftlich-mathematisch sind Gelb, Magenta, Cyanblau die Primärfarben und bei den Malfarben Gelb, Rot, Blau.

Sprachlich korrekt ausgedrückt werden Pigmentfarben gemischt und Lichtfarben addiert.

 
Prisma

In der Optik versteht man unter dem Prisma einen lichtdurchlässigen, keilförmigen Körper. Abhängig von seiner Geometrie, dem Material, und Art und Winkel des einfallenden Lichts treten in einem Prisma verschiedene optische Effekte auf.

Der bekannteste Effekt ist die Aufspaltung weißen Lichts in seine farbigen Bestandteile: Wird ein dreiseitiges Glasprisma in die Bahn eines Lichtstrahls gebracht, so wird dieser so gebrochen, dass an anderer Stelle das farbige Spektrum sichtbar wird. Nach Newtons Entdeckung sind das Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot. Je nach Position des Prismas kann das Spektrum reziprok, wie beim zweiten, sekundären Regenbogen erscheinen. Goethe will am Rande des Spektrums noch Purpur entdeckt haben.

 
Protanope

Dichromaten werden unterteilt in Protanope, Deuteranope und Tritanope – je nachdem, welcher der drei Zapfen ihnen fehlt. Protanopen fehlt das Zapfenpigment, das für den langwelligen Bereich des Spektrums zuständig ist. Betroffene können daher im Rotbereich schlechter Farben unterscheiden und verwechseln Rot und Grün. Sie haben beispielsweise Schwierigkeiten, im Verkehr aufleuchtende Bremslichter zu sehen. Die Defekte von Protanopen und Deuteranopen werden auch unter dem Begriff Rot-Grün-Blindheit zusammengefasst.

 
Pupille

Sehloch des Wirbeltierauges. Die Pupille ist die zentrale Öffnung der Iris, durch die das Licht ins Auge einfällt. Ihre Größe ist regulierbar und wird durch die Iris bestimmt. Im Tierreich kommen runde, ovale oder schlitzförmige Pupillen vor. Ovale Pupillen erreichen eine Vergrößerung des Gesichtsfelds in der entsprechenden Richtung. Nachtaktive Tieren haben häufig spaltförmige Pupillen, die sich sehr schnell verengen können.

 
Reaktionslacke

Chemisch reagierende Lacke sind entweder kalthärtend, säurehärtend oder hitzetrocknend und daher besonders widerstandsfähig. Daher werden sie je nach Sorte für chemikalienbeständige, mechanisch hoch widerstandsfähige und dekontaminierbare Beschichtungen eingesetzt. Ihr Film ist irreversibel und daher besonders lösemittelbeständig. Entsprechend ihrer Basis sind Reaktionslacke lösemittelhaltig, lösemittelarm oder wässrig, ein-, zwei oder mehrkomponentig. Sie werden in flüssiger Form oder eigens in Pulverform geliefert.

 
Reaktivfarbstoffe

Textilfarbstoffe, die prinzipiell aus zwei Teilen bestehen: dem farbigen Chromophor und einer reaktiven Gruppe, die mit den Molekülen der zu färbenden Fasern stabile chemische Bindungen eingeht. Dadurch erreichen Färbungen mit Reaktivfarbstoffen hohe Echtheiten.

Reaktivfarbstoffe werden typischerweise zum Färben von Zellulosefasern wie Baumwolle, Viskose oder Leinen benutzt. In einem solchen Fall entsteht zwischen den OH-Gruppen der Zellulose und der reaktiven Gruppe des Farbstoffs je nach Farbstofftyp eine Ester- oder Etherbindung.

 
Reflexfarben

Als Reflexfarben werden umgangssprachlich jene Sicherheitsfarben bezeichnet, die einen besonders hohen Reflexionsgrad aufweisen. Warnbekleidungen, beispielsweise die der Feuerwehr, sind nach EN 471 mit sogenannten Reflexfarben ausgerüstet.

 
Reflexion

Reflexion ist das Zurückwerfen von Wellen, darunter auch elektromagnetischen Wellen wie Licht. Alle nicht von selbst leuchtenden Gegenstände sind nur deshalb sichtbar, weil sie das auftreffende Licht reflektieren. Wird das Licht nicht reflektiert, weil der Stoff oder das Material lichtdurchlässig ist, spricht man von Transmission. Die Art der Reflexion ist abhängig von der molekularen Zusammensetzung der Oberfläche des Gegenstandes. Ist die Fläche besonders glatt, so erscheint sie hochglänzend. Es handelt sich dann um eine gerichtete Reflexion. Ist die molekulare Zusammensetzung der Oberfläche rau oder porös, so erscheint sie durch die diffuse Reflexion matt bis seidenmatt.

Die molekulare Struktur bestimmt nicht nur den Glanzgrad eines Körpers, sondern auch seine Farbigkeit. Werden über 98 Prozent des Lichts reflektiert, erscheint dieser weiß. Wird aber das Licht in ähnlicher Größenordnung absorbiert, so wird der Körper als schwarz wahrgenommen. Bunt erscheint der Körper, wenn nur bestimmte Wellenlängen des sichtbaren Lichts reflektiert werden. Eine Wand erscheint blau, wenn sie außer den blauen Lichtwellen alle anderen Frequenzen absorbiert.

 
Refraktion

Refraktion ist die Brechung von Wellen an der Grenzfläche zweier Medien. Verlässt ein Lichtstrahl einen optisch dünnen Stoff – beispielsweise Luft –, um in einen optisch dichteren – etwa Wasser – einzudringen, so verändert sich seine Richtung. Das Licht wird gebrochen.

 
reine Farbe

Im Gegensatz zur getrübten Farbe gilt eine Farbe als rein, wenn ihr keine anderen Farben zugemischt wurden – weder eine bunte noch eine unbunte. In vielen Farbsystemen ist der Buntton (Hue) in den vorhandenen Farbfamilie besonders rein, das heißt maximal gesättigt. Physikalisch betrachtet ist die Mitte der jeweiligen Spektralfarbe besonders rein.

 
Reißlacke

Zeigt eine Lackierung eine gerissene Oberfläche, so handelt es sich normalerweise um einen Material- oder Anwendungsfehler. Krakelees entstehen häufig durch das Zusammenwirken fetter, klebender Vor- und schnell trocknender Schlussanstriche. Ein Reißlackierungseffekt folgt der zuvor beschriebenen Logik, unter Zuhilfenahme einiger handwerklicher Kniffe, beispielsweise dem Überstreichen mit Dextrin.

 
Remission

Remission ist in der Farbenlehre oder Lichttechnik die gestreute, diffuse Rückstrahlung. Licht kann nur in nichtmetallische Materialien eindringen. Hier wird es, je nach dessen molekularen Gefüge, quasi umgelenkt und dann diffus zurückgeworfen – also remittiert. Der Rest der Lichtwellen wird absorbiert. Werden nur bestimmte Wellenlängen des Lichts absorbiert und andere reflektiert, erscheint die Oberfläche in einem gewissen Farbton.

 
Retina

Die Retina ist die Netzhaut im Auge. In dieser Zellschicht befinden sich die Lichtsinneszellen und weitere Zelltypen, die bereits erste Verarbeitungsschritte des Gesehenen durchführen. Die menschliche Retina besitzt vier Arten von Photorezeptoren. Drei davon, die so genannten Zapfen, sind für das Sehen von Farbe verantwortlich. Außerdem sitzen in ihr die so genannten Stäbchen, die für das Sehen bei wenig Licht zuständig sind.

 
RGB und sRGB

Die Bezeichnung RGB steht für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau im RGB-Farbraum, dem additiven Farbsystem für die digitale Farbübermittlung.

sRGB bedeutet "Standard RGB". Es handelt sich um einen von den Computerkonzernen HP und Microsoft entwickelten RGB-Farbraum, der von vielen Soft- und Hardwareherstellern übernommen wurde und sich so als Standard weit verbreitet hat. sRGB ist der Farbstandard für die Monitore vieler Computer, die unter Windows betrieben werden.

 
Richter, Manfred

Wissenschaftler, geboren 1905 in Dresden, gestorben 1990 durch einen Verkehrsunfall. Richter befasste sich zeit seines Lebens mit der Farbe, ihrer Ordnung und der Farbmetrik. 1941 erhielt Richter vom Deutschen Normausschuss den Auftrag, eine genormte Farbordnung zu schaffen. So war Richter maßgeblich am DIN-Farbsystem beteiligt, das 1953 veröffentlicht wurde. Richter war nachweislich farbfehlsichtig.

 
Rizzi, James

James Rizzi war ein Künstler und Maler der Pop-Art. Seine sehr auffälligen Werke zeigen oftmals Motive aus seiner Heimatstadt sowie deren Einwohner. Mit Ihren bunten Farben strahlen sie Heiterkeit und Lebensfreude aus. In Deutschland gestaltete Rizzi u. a. das "Happy Rizzi House" in Braunschweig, den "Rizzi-Bird",  eine  Boeing 757 der  Fluggesellschaft Condor sowie Briefmarken für die Deutsche Post AG. Erfahren Sie mehr im Farbimpulse-Artikel über James Rizzi.

 
Runge, Philipp Otto

Maler und Graphiker, geboren am 23. 7. 1777 in Wolgast, gestorben am 2. 12. 1810 in Hamburg. Runge gehört zu den Hauptmeistern der romantischen Malerei in Deutschland. Hauptwerke: Folge "Die Tageszeiten“, seit 1803 "Der Morgen“, zwei Fassungen 1808/09; "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“ 1805/06; Doppelbildnis der Eltern 1806; Bildnisse der Kinder und Gattin 1807/08; Selbstbildnis 1809/10; Schriften zur Farbenlehre. Runge entwickelte mit seiner Farbenkugel vermutlich das erste dreidimensionale Farbsystem, das in der Anordnung der Farben heutigen Vorstellungen vollkommen gerecht wird.

 
satt getönt

Die Bezeichnung "satt getönt" ist ein Ausdruck des subtraktiven Farbmischens. Er gibt an, wie stark die ursprünglich kräftige Farbe des Pigments in einem Farbton enthalten ist. Der Begriff bezeichnet das Ausmaß der Urfarbe in einem Beschichtungsstoff, ob in Lack-, Dispersions- und Silikatfarben oder in den verschiedenen Putzbeschichtungen.

 
Sättigung

Die Sättigung gibt an, wie stark die ursprünglich kräftige Spektralfarbe in einem Farbton enthalten ist, bezeichnet also das Ausmaß der Buntheit. Je stärker der Farbton ins Graue verlagert ist, desto geringer ist die Sättigung. Schwarz, Weiß und Grau als unbunte Farben haben überhaupt keine Sättigung. Gemeinsam mit den Koordinaten Helligkeit und dem Buntton definiert die Sättigung einen Farbton.

 
Säurefarbstoffe

Textilfarbstoffe, die auch anionische Farbstoffe genannt werden und hauptsächlich für das Färben von Wolle und Seide verwendet werden. Sie besitzen eine oder mehrere negativ geladene Gruppen und knüpfen mit positiv geladenen ("basischen") Anteilen der Woll- oder Seideneiweiße eine ionische Bindung (Salzbindung). Die Zugabe von Säuren zur Färbeflotte beschleunigt diese Verknüpfung.

 

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