Wir verwenden Cookies, um bestimmte Funktionen unserer Website zu ermöglichen und Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Wenn Sie auf unserer Website weitersurfen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ok

 

Glossar

Ob "autonome Farbe" oder "monochromatisch" – viele Begriffe aus dem Themenbereich Farbe sind einfach nicht Teil der Alltagssprache. Um das Verständnis für einige wichtige Bezeichnungen zu erleichtern, finden Sie diese im Glossar erläutert.

Bitte unterstützen Sie farbimpulse.de, indem Sie uns auf Fehler, missverständliche Informationen oder fehlende Inhalte hinweisen. Vielen Dank.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Gesamtes Glossar
hell getönt

Die Bezeichnung "hell getönt", auch "leicht getönt", ist ein Ausdruck des subtraktiven Farbmischens. Er gibt an, wie weit sich der betreffende Farbton von der ursprünglich kräftigen Pigmentfarbe entfernt hat oder wie wenig Pigmentfarbe noch vorhanden ist. Der Begriff bezeichnet das Ausmaß der Urfarbe in einem Beschichtungsstoff, ob in Lack-, Dispersions- und Silikatfarben oder in den verschiedenen Putzbeschichtungen.

 
Hellbezugswert

Der HBW ist der Reflektionsgrad eines bestimmten Farbtons zwischen Schwarz = 0 und Weiß = 100. Der Hellbezugswert gibt an, wie weit der betreffende Farbton vom Schwarz- oder Weißpunkt in seiner Helligkeit entfernt ist.

So sagt ein Hellbezugswert von 80 für einen gelblichen Farbton aus, dass dieser sehr hell sein muss, dass andererseits ein olivfarbiger Ton mit einem HBW von 15 sehr dunkel ist, während sich ein Farbton mit einem HBW von 40 im mittleren Bereich bewegt

 
Helligkeit

Messbare Komponente eines Farbeindrucks. Neben Buntton (Buntart) und Sättigung ist die Helligkeit das dritte Merkmal eines Farbeindrucks. Sie dient der eindeutigen Beschreibung einer Farbe in Relation zur neutralen Grauleiter von Weiß bis Schwarz.

 
Helmholtz, Hermann Ludwig Ferdinand von

Einer der größten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts, geboren am 31. August 1821 in Potsdam, gestorben am 8. September 1894 in Berlin-Charlottenburg. Seine Forschungen reichten von der Medizin über Physik und Mathematik bis hin zu Psychologie, Musik und Philosophie. Helmholtz entwickelte die "Drei-Komponenten-Farbtheorie".

Helmholtz war einer der letzten wirklichen Universalgelehrten. Er schlug mit seinen Forschungen Brücken zwischen Medizin, Physik und Chemie. Seine Arbeiten verknüpften Theorie, Experiment und Praxis. Zu seinen nachhaltig wirkenden Forschungsergebnissen gehört zum Beispiel seine Formulierung des Gesetzes "Über die Erhaltung der Kraft". Helmholtz bestimmte außerdem erstmals die Wellenlängen des ultravioletten Lichtes und errechnete die Leistungsgrenze des Lichtmikroskops.

 
Hering, Karl Ewald Konstantin

Physiologe und Hirnforscher, geboren am 05.08.1834 in Altgersdorf, gestorben am 26.01.1918 in Leipzig. Stellte im 19. Jahrhundert die Opponenten- oder Gegenfarbtheorie mit den Farbpaaren Gelb und Blau, Grün und Rot, Schwarz und Weiß auf. In Wien im Jahre 1878 legte Hering seine "Lehre vom Lichtsinn" vor, in der er sich gegen ein rein physikalisches Verständnis der Farben ausspricht.

Hering stritt sich mit Hermann von Helmholtz um die "richtige" Farbenlehre. Helmholtz vertrat eine Dreifarbenlehre auf der Basis der drei Zapfentypen für Rot, Grün und Blau. Hering propagierte dagegen die Vierfarbenlehre. Neben Schwarz und Weiß gibt es nach seiner Hypothese genau vier Farben, "die ohne jeden Beigeschmack einer anderen Farbe vorkommen können".

 
Hesselgren, Sven

Professor der Architektur. Der Schwede Sven Hesselgren legte 1953 einen Farbatlas mit mehr als 500 Farben vor. Mit diesem Atlas verlieh er dem eher abstrakten Farbkörper von Tryggve Johansson eine konkretere Form. Hesselgrens Betrachtungen tragen zur Entwicklung des NCS bei. Außerdem helfen sie später auch dabei, Farbatlanten für Architekten und andere Berufsgruppen zu entwickeln, die mit der Gestaltung von Innen- und Außenräumen zu tun haben.

 
HKS-Farben

Das Kürzel HKS ist aus drei Firmennamen von Druckfarbenherstellern entstanden: Horstmann-Steinberg, K+E-Druckfarben und Schmincke. Die HKS-Farbkarte ist eine Standard-Schmuck-Druckfarbkarte mit etwa 90 Farbtönen, gemischt aus den Farben Cyan, Magenta und Gelb (Yellow), gedunkelt mit Schwarz (Key) = CMYK. Die Farbe Weiß hat das Papier zu übernehmen. Auch werden alle Aufhellungen durch das weiße Papier gewährleistet.

 
Hue

Der Begriff Hue bedeutet englisch Farbton und steht für den authentischen Buntton. Er beschreibt die Art der Buntheit einer Farbe, die wesentliche, den Charakter bestimmende Eigenschaft, wie beispielsweise Gelb, Orange, Rot, Violett, Blau, Grün oder jede Form eines Zwischenwertes im Farbspektrum oder Farbkreis.

 
Hundertwasser, Friedensreich

Künstler und Architekt, geboren 1928 als Friedrich Stowasser, gestorben 2000. Der Besuch der Montessorischule, das einfache Leben auf dem Bauernhof und verschiedene Weltreisen bildeten eine wichtige Grundlage seines autodidaktischen Schaffens. Er besuchte 1948 und 1949 die Wiener Akademie der Bildenden Künste, blieb jedoch ohne Abschluss, weil ihm der verschulte Akademiealltag nicht lag. Hundertwasser wurde durch den Jugendstil und Paul Klee beeinflusst. Bilder wie "Der Große Weg" und seine nicht gradlinige Architektur, die er auch als "die dritte Haut des Menschen" bezeichnete, veranschaulichen sein Wirken. Die "Grüne Zitadelle" in Magdeburg ist nach seinem eigenen Dafürhalten sein schönster und bester Bau, auch wenn er ihn nicht vollenden konnte.

 

Einträge 1 bis 9 von 9